Author Archive Susanne Kilian

mmBySusanne Kilian

Wenn aus Arbeitseifer Faulheit wird

Dass an dem Projekt unter Hochdruck gearbeitet wird, wollte unser Kunde mit „We are working hardly.“ ausdrücken.
Ein wahres Eigentor, denn das Adverb „hardly“ bedeutet kaum!


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Im Englisch-Schulunterricht haben wir uns eingebläut, dass Adverbien durch die Endung „ly“ zu bilden sind. Doch Vorsicht! Ein zu viel eingesetztes „ly“ kann ganz schnell zu einer ungewollten Bedeutung führen…

Weitere Ausnahmen bei der Adverbien-Bildung:
FAST (Adjektiv) —> FAST (Adverb)
LATE (Adjektiv) —> LATE (Adverb) Achtung, „lately“ heißt in letzter Zeit!

Do it English Code Style und werden Sie verstanden:
We are working hard on this project…

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The devil is in the detail

Ein einziger Buchstabe oder nur ein kleines Wort können schnell die gesamte Bedeutung einer Aussage ändern.






So kann zum Beispiel die Bedeutung des Wortes „ride“ je nach Kontext stark variieren.
 
„To go for a ride“ beschreibt eine Spritztour, „to give someone a ride“ dagegen „jemandem eine Mitfahrgelegenheit anbieten“.
 
Aber Achtung, seien Sie kein blinder Passagier!
„To take someone for a ride“ bedeutet „jemanden reinlegen“ oder sogar ernsthaft hintergehen.

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Wenn aus Laudatoren Grabredner werden

Zu meinem großen Erstaunen sehe ich gerade im Flughafen von Los Angeles einen CBS Bericht über die Verleihung der Goldenen Kamera. Dieses Jahr ist sie weit über die Landesgrenzen hinaus in aller Munde.

Schaut man im Wörterbuch „Laudatio“ nach, stößt man auf „eulogy“ – ein Begriff, der im Englischen für „Grabrede“ geläufig ist.

Do it English Code Style:

Mit dem englischen Ausdruck „acceptance speech“ sind Sie kein Trauerredner sondern werden verstanden!

Ebenfalls für Verwirrung sorgt der Deutsche mit dem Begriff „house“, wenn er über seinen Wohnraum spricht. Dies bezeichnet im Englischen lediglich das freistehende Eigenheim, nicht aber ein Wohnhaus mit mehreren Parteien! Mit dem englischen „building“ oder „apartment building“ sind Sie auf der sicheren Seite.

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Deutschland – Das Land der Rückenfabriken und der “heißen Köche”?

Beim Bummel durch Berlin wundert sich der Besuch aus den USA über die vielen Filialen, der bei uns so allseits beliebten “Rückenfabriken”, der “Back Factory”.

Zum Schmunzeln bringt ihn auch, dass die Gastronomie mit der “authentic German kitchen” wirbt. Korrekt wäre hier “the German cuisine”.

Mit seinem eigenwilligen „You never eat as hot as it is cooked“ sorgte Finanzminister Dr. Wolfgang Schäuble beim diesjährigen Weltwirtschaftsforum in Davos für Gelächter.

Do it English Code Style:

Mit der englischen Redewendung: „Nothing is as bad as it looks“ sind Sie kein “heißer Koch”, sondern werden verstanden!

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„Pull-under”? Christmas shopping at its best

Im schönen Edinburgh versucht eine beflissene Verkäuferin deutsche Kundinnen, die nach „Pullundern“ suchen, zu verstehen. Die korrekte Vokabel „sweater vest“ ist uns dabei jedoch eher fremd.

Auch wenn wir auf Englisch nach den bei uns so beliebten, praktischen „body bags“ fragen, erkundigen wir uns eigentlich, wo wir bei Marks & Spencer oder Debenhams die „Leichensäcke“ finden. Mit dem Ausdruck „cross-body bag“ hingegen werden Sie verstanden.

Und wenn Sie sich zu den Feiertagen so richtig in Schale werfen möchten, tragen Sie im Englischen besser einen „tuxedo“ anstelle eines „Smokings“.

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To date or not to date?

Ein amerikanischer Freund, der in Deutschland lebt, stolpert immer mal wieder über den Ausdruck „business date“. „Business date“ existiert in der englischen Sprache nicht.
 
„Date“ wird im Englischen ohne weitere Erklärung und Kontext vorwiegend im romantischen Sinne gebraucht: z.B.: „I have a date with John!“ und impliziert ein potentiell romantisches Treffen.

Do it English Code Style und werden Sie verstanden:
Einen Termin vereinbaren (in dem Sinne von Datum finden): „Let’s set a date for our annual meeting / for our conference…!“


Zudem nutzen wir gern und oft die Vokabel „appointment“ („I have an appointment with Susanne on Monday“) für private Treffen. Dies ruft bei Muttersprachlern Schmunzeln bis Unverständnis hervor.
 
Auf Geschäftsebene wäre ein Termin mit einem Geschäftspartner ein „meeting“ oder „appointment“. Also: „I have a meeting / appointment with my lawyer on Thursday“.

Do it English Code Style und werden Sie verstanden:
„I am getting together with Susanne today.“
„I will meet Susanne on Wednesday for a drink.“ 
„Susanne and I are having dinner on Sunday.“

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Wer wird in den USA als „Orientals“ bezeichnet?

Wenn Ihre amerikanischen Kontakte von den „oriental colleagues/partners“ sprechen, denken Sie an den arabischen Raum? Die arabischen Kollegen oder Geschäftspartner?

 

Vermeiden Sie Missverständnisse and do it English Code Style:

Mit „oriental colleagues“ sind die asiatischen Kollegen gemeint.

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„Nicht den Frühling von der Marge“ – Wie bitte?!

„Nicht den Frühling von der Marge“  bitten die Berliner Bäder auf diesem Schild.

Verwirrte Blicke erntete auch mein Kunde, als er während eines Krisengespräches mit den Worten „ Get the cow off the ice“  zu sofortigem Eingreifen aufforderte.
„Escape a risky situation“  ist hier die passende Übersetzung.

Und unsere beliebte Redewendung „Kleinvieh macht auch Mist“  wird mit „Small amounts add up to something bigger“  oder „every little bit helps“  weltweit verstanden.

Do it English Code Style:

„Please don’t jump in from the side“!

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Don’t let me be misunderstood!

Wie wir weltweit besser verstanden werden

»Wir kommunizieren einfach anders«, sagt die langjährige UN-Dolmetscherin Susanne Kilian. Wir reden nicht lange drum herum, kommen zum Punkt und sagen, was Sache ist. Dieser direkte Sprachstil gilt als kompetent, karrierefördernd und effizient.

Die meisten Kulturen dieser Welt folgen jedoch ganz anderen sozialen Regeln und Etiketten. Sie hören von klein auf: »Lass deinen Gesprächspartner nie das Gesicht verlieren.«

Im Umgang mit ausländischen Gesprächspartnern treten wir deutschen Muttersprachler deshalb oft ins Fettnäpfchen. Sprachliche Missverständnisse mit gravierenden Konsequenzen sind die Folge. Unsere Direktheit verhindert, was wir uns eigentlich wünschen: schnelle Lösungen und Entscheidungen.

Anhand historischer, kultureller und neurowissenschaftlicher Hintergründe beschreibt Suanne Kilian, warum wir so kommunizieren, wie wir es tun. Anschaulich und kurzweilig, gespickt mit Anekdoten aus der Praxis, erschließt sie ihren Lesern die »Dos und Don‘ts« der internationalen Kommunikation.

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Dick statt großartig?

Eigentlich wollte Katarina Witt als Jurorin der englischen TV-Show „Dancing on Ice“ zuvorkommend sein. Ihr nett gemeintes „You are a big women“ ließ die „Gelobte“ in Tränen ausbrechen und schockte ein Millionenpublikum. Seit Tagen muss sich Frau Witt einer aufgebrachten Presse entschuldigend stellen.

Do it English Code Style und vermeiden wir dieses Fettnäpfchen!

„Big” bedeutet nicht „groß/großartig“, sondern „dick“ und kann deshalb nicht wohlmeinend verstanden werden.

Damit Sie „big in business“ bleiben:
Mit Worten wie

  • a great / professional / successful / top-notch businesswoman / man
  • a leading / opinion-making statesman / politician / journalist
  • an admirable / great woman / man

kommt Ihre Anerkennung auch als Lob an!